
Die Bachforelle – Salmo trutta m. fario
Die Bachforelle hat einen spindelförmigen, seitlich leicht abgeflachten Körper. Der Kopf ist mittelgroß, die Schnauze reicht über den hinteren Augenrand hinaus, und das Maul ist endständig. Bei geschlechtsreifen Männchen ist der Unterkiefer hakenförmig und nach oben gebogen. Zähne befinden sich am Rachen, im Kiefer, auf der Zunge und am Gaumen. Der Rücken ist grünlich bis bräunlich, manchmal fast schwarz, die Flanken sind heller, gelblich bis goldgelb, der Bauch weißlich. Der Rücken weist schwarze, hell umrandete Flecken auf, die Flanken ebenfalls rote, weiß oder hellblau umrandete Flecken. Jungforellen haben 6–9 dunkle Querstreifen an den Flanken. Der Rand der Schwanzflosse ist bei jüngeren Fischen gekerbt, bei älteren gerade. Bachforellen erreichen die Geschlechtsreife im zweiten, meist im dritten Lebensjahr. Sie laichen von Oktober bis Februar in kiesigen Bachabschnitten. Das Weibchen legt 1000–3000 relativ große Eier. Es erreicht eine Länge von bis zu 50 cm, selten sogar bis zu 70 cm. Die Größe der einzelnen Tiere hängt hauptsächlich vom Nahrungsangebot und der Wassertemperatur ab. Ausgewachsene Fische ernähren sich vorwiegend von Wirbellosen und Insekten, die über dem Wasser fliegen, und teilweise von Fischen. Die Bachforelle bewohnt Gewässer von schnell fließenden Gebirgsbächen bis hin zu breiten Flüssen im Flachland.
Verbreitung:
Die Bachforelle ist die zahlreichste und am weitesten verbreitete einheimische Forellenart Europas. Sie kommt auch in Nordamerika, anderen Ländern der Nordhalbkugel und in Zentralafrika vor. Sie lebt in Flüssen und Seen bis zu einer Höhe von 2500 m, ausnahmsweise sogar noch höher. Sie bewohnt alle slowenischen Gewässer des Donaubeckens, von großen Flüssen bis hin zu kleinsten Bächen. Im 20. Jahrhundert siedelte sie sich auch im Soča-Flussbecken an.
Bedrohung:
Der Rückgang der Bachforellenpopulation ist nur lokal zu beobachten, in Gewässern mit häufigem Fischsterben und ständiger Verschmutzung oder in regulierten Flüssen. Voraussetzung für das Überleben der Art ist ein geeigneter Lebensraum für alle Entwicklungsstadien, wie z. B. Gumpen, Verstecke am Ufer und saubere Zuflüsse zum Laichen. Eingriffe, die den Wasserstand in den Flüssen verändern, sodass diese im Winter austrocknen und im Sommer zu heiß werden, beeinträchtigen die Bachforellenpopulation negativ. Sie wird durch Schonzeiten, Fangbegrenzungen, die zulässige Anzahl an Beutetieren und die Angelmethoden geschützt. Der effektivste Schutz ist eine erfolgreiche künstliche Aufzucht, da die aktuelle Situation auf ein sehr starkes Populationswachstum zurückzuführen ist. Die Bachforelle ist einer der beliebtesten Fische beim Sportfischen.
