
Die Äsche – Thymallus thymallus
Die Äsche ist ein eher ungewöhnlicher Fisch im Vergleich zu Forellen. Sie hat einen stark abgeflachten Körper und einen gewölbten Rücken mit einer charakteristischen, schillernden, langen und hohen Rückenflosse. Der Kopf der Äsche ist klein mit einem kleinen, vorstehenden Maul mit weichen Lippen. Der Körper ist orange-silbern und mit relativ großen, in geraden Reihen angeordneten Schuppen bedeckt. Der vordere Teil des Körpers weist kleinere und weniger kontrastierende Flecken auf. Der Rücken dieser Fische ist grünlich-braun, der Bauch silbrig-gelb. Äschen erreichen im Durchschnitt eine Länge von 25 bis 35 cm, können aber ausnahmsweise bis zu 63 cm und ein Gewicht von 6,7 kg erreichen. Sie werden im dritten oder vierten Lebensjahr geschlechtsreif und laichen im März und April auf Kiesgrund. Das Männchen gräbt mit seiner Schwanzflosse ein Loch in den Sand, in das das Weibchen 3.000 bis 6.000, ausnahmsweise bis zu 10.000 Eier legt. Die Hauptnahrung der Äsche besteht aus Wasserinsekten und Insekten, die sie von der Wasseroberfläche aufpickt, sowie aus verschiedenen bodenlebenden Wirbellosen, Eiern und dem Nachwuchs anderer Fische. Die Äsche lebt in sauberen und kalten Flussabschnitten mit starker Strömung und ist auch in kalten Bergseen anzutreffen, deren Wassertemperatur im Sommer 20 °C nicht übersteigt. Für ihr Überleben benötigt sie zudem ausreichend Sauerstoff im Wasser. Der Flussgürtel, der nach dem Forellengürtel beginnt, ist ebenfalls nach der Äsche benannt.
Verbreitung:
Die Äsche ist in England, Südschweden, in Flüssen, die in die Nordsee münden, und in den Oberläufen der Wolga weit verbreitet. In Mitteleuropa kommt sie in einigen Flüssen Frankreichs, Deutschlands, Norditaliens und einigen Flüssen des Donaubeckens vor.
Gefährdung:
In Slowenien ist die Äsche in den Oberläufen fast aller Flüsse anzutreffen; in den letzten Jahrzehnten ist sie lediglich aus der Mur verschwunden. Der relativ stabile Äschenbestand ist lediglich auf das massenhafte Aussetzen von in Fischzuchten aufgezogenen Jungfischen in Flüssen zurückzuführen. In ihrem natürlichen Lebensraum ist die Äsche vor allem durch Verschmutzung und Regulierung der Gewässer bedroht. Sie ist ein äußerst interessanter Fisch für die Sportfischerei, insbesondere für das Fliegenfischen, und wird überall dort, wo die Jagd erlaubt ist, durch Jagdsaison, Mindestfanggröße, Fangmethoden und Fangbegrenzungen geschützt.
