
Der Döbel – Leuciscus cephalus cephalus
Der Döbel hat einen spindelförmigen, zylindrischen Körper, der mit großen, schwarz umrandeten Schuppen bedeckt ist. Der Kopf ist flach mit einer breiten Stirn und einem großen, endständigen Maul mit fleischigen Lippen. Die Maulöffnung reicht bis zum letzten Nasenloch. Die Schlundzähne sind zweireihig angeordnet. Der Rücken des Döbels ist graugrün, die Flanken sind silber- bis goldgelb und der Bauch weiß. Rücken- und Schwanzflosse sind dunkel, die Brustflossen dunkel mit einem rötlichen Schimmer und die Bauch- und Afterflossen rötlich. Charakteristisch für den Döbel ist seine gewölbte Afterflosse, die ihn deutlich vom Döbel unterscheidet. Der Döbel erreicht eine durchschnittliche Länge von 20–40 cm und ein Alter von 7–10 Jahren. Die ältesten gefangenen Exemplare waren 15–20 Jahre alt. Die größten gefangenen Exemplare erreichten eine Länge von 60 cm und ein Gewicht von 4 kg. Die Geschlechtsreife wird er mit 3–4 Jahren. Die Laichzeit erstreckt sich von April bis Juni. Während dieser Zeit entwickeln die Männchen Laichwarzen an Kopf und Körper. Sie suchen sich zum Laichen flache Kiesgebiete mit starker Strömung aus. Das Weibchen legt 100.000 bis 200.000 Eier (45.000 Eier/kg), die an Steinen, Holzstücken oder Pflanzen haften bleiben und nach einer Woche schlüpfen. Die Döbel ernähren sich von Wasserinsekten und -larven, Weichtieren, Fischeiern und gelegentlich auch von Pflanzen. Ausgewachsene Döbel sind zudem Fischfresser. Sie leben in Schwärmen in Fließgewässern mit abwechslungsreichem Grund und Ufern sowie starker Strömung. Man findet sie auch häufig in größeren stehenden Gewässern, beispielsweise im Bohinjer See und im Cerknica-See. Entlang der finnischen Küste dringen sie sogar in Brackwasser vor. Im Winter wandern sie in tiefere Bereiche von Flüssen und Seen, im Frühjahr kehren sie in flachere Bäche zurück.
Verbreitung:
Die Döbelart ist in den Gewässern ganz Europas weit verbreitet, mit Ausnahme von Nordschottland, Irland, Skandinavien sowie den Becken von Vardar und der Adria. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über das Schwarze Meer bis zu den Westküsten des Kaspischen Meeres. In Slowenien ist sie in allen Flüssen des Donaubeckens weit verbreitet. Sie kommt auch in Gebieten vor, in denen Forelle, Äsche, Barbe und Scholle vorkommen.
Gefährdung:
Die Döbelart reagiert empfindlich auf organische Verschmutzung und ist vor allem dort gefährdet, wo Laichplätze durch Verschmutzung oder behördliche Auflagen zerstört werden. In regulierten Gewässern gibt es keine geeigneten Kiesbänke. Der Schutz der Döbelart liegt daher ausschließlich im Schutz des Biotops bzw. der Laichplätze. Sie wird lediglich durch Jagdbeschränkungen und Jagderlaubnisse geschützt.
